Lesemonat August 2018

Im August habe ich zwei Bücher beendet.

Das Seelenhaus

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Das Seelenhaus, 2013 geschrieben von Hannah Kent, erzählt die Geschichte von Agnes Magnúsdóttir, die mit Friðrik Sigurðsson  am 12.01.1830 zur Todesstrafe für den Mord an Natan Ketilsson und Pétur Jónsson auf dem Hof Illugastaðir auf der Halbinsel Vatnsnes verurteilt wurde. Dies ist die letzte Todesstrafe, die in Island durchgeführt wurde.

Hannah Kent beschreibt das Leben im isländischen Landleben, in den Badstofas. Wir blicken mit Agnes gemeinsam in ihre entbehrungsreiche Vergangenheit zurück und erfahren was zum Tod von Natan Ketilsson und Petur Jonsson geführt hat. Gleichzeitig verbringen wir das letzte Jahr mit ihr auf dem Kornsáhof im Tal von Vatnsdalur gemeinsam mit Jon, Margrét und den beiden Töchtern Steina und Lauga. Thorvardur Jonsson, genannt Tóti, ein junger unerfahrener Pharrvikar, soll ihr geistlicher Beistand sein. Aber am Ende wird es Margrét sein, die ihr die fatalen Geschehnisse jener Ereignisse entlocken wird.

Interessant war es, in die Vergangenheit Islands zu blicken, einem kleinen Land, von dem man so gut wie nichts weiß. Die Menschen waren gebildet; sie konnten lesen und schreiben. Sie waren gläubig, ob an die Sagas oder an das Christentum, aber sie kämpften auch ums Überleben.

Begeistert haben mich vor allem die Einblicke in Islands Vergangenheit; allerdings war die Geschichte an sich sehr tragisch mit keinem guten Ende.

Das Seelenhaus
Autorin: Hannah Kent
Droemer Verlag, 2015, 1. Auflage
384 Seiten
Taschenbuch (Amazon.de)

Die sieben Schwestern

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Die sieben Schwestern ist der erste Band einer voraussichtlich siebenbändigen Reihe. Lucinda Riley hat hier eine Reihe geschaffen, bei der wir die Herkunft der sieben adoptierten Schwestern (eigentlich sechs, da eine siebte nie adoptiert wurde) nachgehen.

Den Anfang machen wir mit Maia d’Aplièse, die älteste der Schwestern.

Ihre Herkunft führt uns nach Brasilien, Rio de Janeiro und zu Izabela Bonifacio, der Urgroßmutter von Maia. Wir erfahren wie sie sich 1928, kurz vor ihrer Hochzeit, auf einer Reise durch Europa begibt und in Paris den Bildhauer Laurent Brouilly kennenlernt und lieben lernt.

Der Schreibstil ist einfach, aber die Story unaufgeregt spannend. Ich wollte zu jeder Zeit weiter verfolgen, wie es Maia in Rio de Janeiro mit ihrem portugiesischen Schriftsteller in 2007 ergeht als auch das Schicksal und die damalige Lebensweise von Bel (Izabela) in den 1920iger Jahren erfahren.

Trotz der Dramatik und der Schicksalsereignisse zähle ich dieses Buch zu einem „Wohlfühlbuch“, weil zu jeder Zeit immer das Positive durchscheint. Der erste Band hat mir sehr gefallen. Das historische Leben (ein Ausschnitt, hier das Leben reicher brasilianischer Familien oder das Künstlerleben in Montparnasse in Paris) wurde sehr lebhaft beschrieben und durch die Augen der Charaktere gelebt. Auch historische Ereignisse, wie der Bau der Statue des Cristo auf dem Berg Corcovado, wurden in die Geschichte eingewebt. Dies hat mir außerordentlich gut gefallen. Die Vergangenheit wurde durch diese Ereignisse zum Greifen nah und der Bogen zur Gegenwart gespannt.

Die sieben Schwestern (Bd. 1, Die sieben Schwestern)
Autorin: Lucinda Riley
Goldmann Verlag, 2016, 1. Auflage
576 Seiten
Taschenbuch (Amazon.de)

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Veröffentlicht von

querlesen

Langsam- und Genussleserin

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