[Rezension] Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Die Originalausgabe „La Vérité sur l’Affaire Harry Quebert“ von Joel Dicker erschien 2012. Ein Jahr später, 2013, erschien die deutschsprachige Ausgabe mit dem Titel „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ im Piper Verlag. Ich las die 3. Auflage der Taschenbuchausgabe des Piper Verlages von 2016.

Inhalt

Marcus Goldman, gefeierter Schriftsteller, steckt in einer Schaffenskrise für sein zweites Buch und kontaktiert seinen alten Freund und Mentor Harry Quebert. Auf dem Grundstück von Harry Quebert in Aurora in New Hampshire wird die Leiche von der seit 33 Jahren verschwunden Nola Kellergan gefunden. Marcus möchte seinem alten Freund helfen, der nun unter Mordverdacht steht, und versucht herauszufinden, was vor 33 Jahren geschehen ist. Gleichzeitig sitzt ihm sein Verleger im Nacken, der ein zweites Buch von ihm erwartet.

Meine Meinung

Anfangs fand ich die Geschichte gar nicht so spannend, aber im Laufe des Buches wurde ich immer tiefer in die Erzählung hineingezogen und wollte wissen was geschehen ist. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen und so flogen die 730 Seiten nur so an mir vorüber.

Joël Dicker versteht es dem Leser eine Geschichte zu erzählen. Er haucht den Charakteren durch ihr Verhalten und die teils witzigen und auflockernden Dialoge Leben ein. Jede Figur wirkt im Laufe der Geschichte dreidimensionaler. Der Leser begibt sich in die Fußstapfen eines Detectives und hört den Figuren zu, die sich an Geschehnisse aus der Vergangenheit erinnern und gemeinsam mit Marcus Goldman versuchen wir die Puzzleteile zusammenzufügen. Und während wir versuchen den Tod der 15-jährigen Nola aufzuklären, wird uns gleichzeitig das Leben eines Schriftstellers vor Augen geführt, der harte Kampf, wenn die Worte nicht auf das Papier wollen, der Druck des Verlags, die Erwartungshaltung der Leserschaft und das Wichtigste wie schreibt man eigentlich ein Buch.

So gibt es mehrere Ebenen, was diesen Roman zu mehr macht als nur einen bloßen Krimi. Ein sehr vielschichtiger Roman, bei dem es um verbotene Lieben geht, Sehnsüchte, Enttäuschungen, Schicksalsschläge, Träume, psychische Krankheiten, schlicht das Leben in einer Kleinstadt, aber auch das Schriftstellerdasein und die Großstadt. Bis zum Ende wartet das Buch mit Wendungen und unvorhergesehenen Twists auf, so dass das Lesevergnügen bis zur letzten Seite erhalten bleibt.

5 von 5 Sterne

Fazit

Dieses Buch hat mich im höchsten Maße unterhalten, interessant auf seine ganz eigene Art und Weise, angenehm und witzig geschrieben und spannend bis zur letzten Seite. Was will man mehr?

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
Autor: Joel Dicker
Piper Verlag, 2016, Taschenbuch
730 Seiten
Taschenbuch (Amazon.de)

 

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Veröffentlicht von

querlesen

Langsam- und Genussleserin

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