Trilogie der Reihe Die letzten Überlebenden

[Rezension] Die Verlorenen von New York, Bd. 2

Nachdem wir in Band 1 (Die Welt wie wir sie kannten) der Trilogie Die letzten Überlebenden von Susan Beth Pfeffer der 16-jährigen Miranda folgten, begleiten wir im Band 2 Die Verlorenen von New York den 17-jährigen Alex Morales, der mit seinen Eltern und seinen beiden Schwestern in New York lebt. Auch hier erleben wir die Auswirkungen der veränderten Umlaufbahn des Mondes, aber nun in der Großstadt.

Alex Morales ist puertoricanischer Herkunft, geht regelmäßig in die Kirche und hat ein Stipendium an der katholischen Schule St. Vincent de Paul Academy erhalten. Die meisten seiner Mitschüler sind reicher als er. Alex hat große Ambitionen, er will ein guter Schüler sein, der nächste Jahrgangsstufensprecher werden und studieren. Doch das Leben wird zum Überleben und seine Gedanken kreisen nur noch um das Überleben, sein Überleben und das seiner beiden Schwestern, der 15-jährigen Briana und der 12-jährigen Julie.

In Band 2 folgen wir unseren Protagonisten durch eine personale Erzählweise und nicht wie in Band 1 anhand von Tagebucheinträgen und einer Ich-Erzählerin.

Der Beginn der Geschichte war etwas holprig und unglaubwürdig – ein 17-jähriger, der nicht mitbekommt oder sich nicht dafür interessiert, das ein Asteroid auf den Mond trifft, war für mich unglaubwürdig. Aber dann wurde es besser. Mehr und mehr wurden die Charaktere gefestigt und die Geschichte spannender.

Interessant fand ich die Thematik von Religiosität, Glaube und Moral und auch die Rolle der Kirche und ihre Mitglieder in solch einer Situation sowie die Thematik Reich und Arm und die Vor- und Nachteile des sozialen Status, sowie den Handel ohne Geld.

Besonders eindrucksvoll fand ich einige Abschnitte, wie zum Beispiel die Szenen im Stadion, in welchem die Leichen aufbewahrt und von Angehörigen identifiziert werden konnten.

Sehr realistisch fand ich, das zu jedem Zeitpunkt versucht wird, die Zivilisation irgendwie aufrecht zu erhalten, sei es durch das Aufrechterhalten des Schulbetriebes oder später die Evakuierungen der Menschen aus New York oder durch eben die Lebensmittellieferungen.

Allerdings glaube ich, das die Geschichte mehr Potenzial hatte, das das New York in so einer Ausnahmesituation noch besser hätte beschrieben werden können oder auch mehr Menschen hätten auftauchen können, um die Geschichte runder  und authentischer wirken zu lassen. Ansatzweise geschah dies auch.

Das Ende der Geschichte ist offen und war sehr abrupt.

Fazit

Eine leicht zu lesende, unterhaltsame Endzeitgeschichte mit guten Szenen aber auch einigen Schwächen.

3_Sterne(3/5 Sterne)

Die Verlorenen von New York (Bd. 2, Die letzten Überlebenden)
in der Gesamtausgabe (3 Bände)
Autorin: Susan Beth Pfeffer
Carlsen Verlag, 2015, e-book
724 Seiten (Band 2: 352 Seiten)
Kindle (Amazon.de)

 

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Veröffentlicht von

querlesen

Langsam- und Genussleserin

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