Trilogie der Reihe Die letzten Überlebenden

[Rezension] Das Leben, das uns bleibt, Bd. 3

Das Leben, das uns bleibt von Susan Beth Pfeffer ist der dritte und letzte Band der Reihe Die letzten Überlebenden und führt den ersten und zweiten Band zusammen. Der erste und zweite Band erzählt jeweils unabhängige Geschichten, die in Band drei zueinander finden.

Im dritten Band begleiten wir wieder die 16-jährige Miranda, unsere Ich-Erzählerin, die Tagebuch schreibend uns ihre Geschichte in Band 1 erzählte. Der Winter ist überlebt, der Frühling beginnt, aber die Welt ist nach wie vor kalt und grau.

Der dritte Band ist durch viele Ereignisse und Zusammentreffen fremder und bekannter Menschen und deren Zusammenleben, ihr Überleben und ihr miteinander auskommen gekennzeichnet.

Die Welt hat sich verändert und Miranda auch. Ein Teenager, der täglich um das Überleben kämpft und den Hunger spürt, aber sich auch nach Liebe, Geborgenheit, Bestätigung und nach einer Zukunft sehnt. In einer Welt, in der nichts mehr selbstverständlich ist, nicht einmal das Leben am nächsten Tag, gibt es immer noch Träume, die sich in der Verzweiflung und der Unbarmherzigkeit der Natur einmischen und gelebt werden wollen.

Die Charaktere und die Beziehungen zueinander sind sehr realistisch gezeichnet. Die Charaktere plaudern nicht einfach los (nur um dem Leser  mehr Wissen zu geben), sondern bleiben ihren Persönlichkeiten treu. So erfährt man nur sehr wenig über die Außenwelt. (Der Leser hat einen Vorteil gegenüber Miranda, wenn Band 2 gelesen wurde.) Alles was durchdringt sind Gerüchte und Spekulationen. Ich finde dies sehr realistisch, denn Telefon und Internet gibt es nicht mehr. Als Leser wünscht man sich allerdings mehr zu erfahren, mehr von anderen Plätzen, z.B. den Evak-Lagern oder den Gruppen, die durch die Lande ziehen. Alles ist sehr wage gehalten, aber dafür authentisch.

Sei noch anzumerken, dass die Geschichte kurz ist und sich leicht und flüssig lesen lässt.

Fazit

Ein guter Abschluss der Trilogie, bei der zwar vieles offen bleibt und der Leser wie die Protagonisten vor vielen offenen Fragen stehen, aber dem Leser dadurch das Ohnmachtsgefühl des Nichtwissens und die Verzweiflung des Überlebens offenbart wird und trotzdem gleichzeitig die Hoffnung auf eine Zukunft durchschimmert.

4 von 5 Sterne(4 von 5 Sterne)

Das Leben das uns bleibt (Bd. 3, Die letzten Überlebenden)
in der Gesamtausgabe (3 Bände)
Autorin: Susan Beth Pfeffer
Carlsen Verlag, 2015, e-book
724 Seiten (Band 3: 272 Seiten)
Kindle (Amazon.de)

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Veröffentlicht von

querlesen

Langsam- und Genussleserin

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