Der Schwimmer

Der Schwimmer von Joakim Zander kam 2013 bei Waldström & Widstrand, Stockholm heraus, ist das Erstdebüt des Autors und der Auftakt der Reihe um Klara Walldéen, einer Europa-Refenrentin. Ich las die Taschenbuchausgabe in der Übersetzung von Ursel Allenstein und Nina Hoyer aus dem Rowohlt Verlag, 2014.

Die Geschichte beginnt 1980 in Damaskus, Syrien mit einem Anschlag, der einem amerikanischen Agenten gilt. Er überlebt. Sein Kind überlebt. Die Mutter stirbt. Die Vergangenheit lässt den Agenten nie wirklich los bis er sich nach vielen Jahren entscheiden muss, seinem Kind in die Augen zu schauen.

Der Thriller war an sich interessant, insbesondere die weltweite Vernetzung, die verschiedenen Länder und die Zusammenhänge, die die Personen miteinander verflochten, machten mich als Leser neugierig. Die Kapitel sind relativ kurz, und der Schreibstil ist angenehm. Erschwert wurde mir das Lesen durch die Ich-Perspektive in einigen Kapiteln. Der Ich-Erzähler wechselt hin und her und ich konnte nicht gleich erschließen welcher Charakter der Ich-Erzähler ist.

Manchmal waren die Handlungsspünge sehr abrupt und abgehakt, was aber bei einem Thriller die Handlungsgeschwindigkeit erhöht, ähnlich der schnellen Schnittwechsel in Actionfilmen.

So richtig packen konnte mich die Geschichte nicht, zwar fand ich die Handlung und die Handlungsorte, wie Schweden, Brüssel und Paris, sehr interessant, aber irgendwie konnte ich keine Verbindung zu den handelnden Personen aufnehmen, sprich das man mit ihnen mit fiebert, Angst um sie hat und mit ihnen leidet oder sich mit ihnen freut.

Fazit

Ansich ist die Geschichte komplex und interessant und durchaus ein solider, für mich noch ausbaufähiger Auftakt einer Reihe.

3sterne
(3 von 5 Sterne)

Der Schwimmer (Bd. 1, Karla Walldéen Reihe)
Autor: Joakim Zander
Rowohlt, 2014
431 Seiten
Taschenbuch (Amazon.de)